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Es war zwar offiziell Frühling, aber die Kälte hatte nur unbedeutend nachgelassen. Besonders nachts pfiff immer noch eisiger Wind um das Pfarrhaus, und letzte Woche hatte es einmal geschneit. Leo und ich saßen zusammen in der Stube am Feuer,...
Sonntag, 1. Februar 1880, nachts „Noch über den Kamm, dann müsste es da sein“, ermunterte Else Dries ihren frierenden Herrn Pfarrer. Der  Geistliche  hatte  sich  bis  über  die  Nase  in  seinen  karierten Wollschal gewickelt, bibberte nach endlosen Stunden Fahrt aber trotzdem unverhohlen neben ihr....
Pfarrer Nußbaum warf zuerst meinen Angreifer hinaus. Der Knecht Reinhard durfte sofort seine Sachen packen – wir waren ihn los. Leider rächte er sich mit einer letzten, abscheulichen Aktion: bevor er endgültig ging, zerstörte er die aktuellen Abschriften des...
Adenau, Dezember 1879 In einem kleinen Kaffeehaus in einer Seitengasse, deren Name ich  vergessen  habe,  besiegelte  ich  meine  Verdingung  für  den Haushalt von Pfarrer Nußbaum, unbekannterweise. Seine Haus- hälterin Else Dries erwies sich als resolut, aber herzlich, und wir unterhielten  uns  noch  länger  darüber, ...
Flohsdorf, Mitte Februar 1880 Unser Waffenstillstand hielt genau bis zu dem Morgen, als ich das erste Mal einen freien Tag hatte — und Leos Fuß aus dem Bett hing. Ich war zu meinem eigenen Erstaunen im Hellen aufgewacht. Die Sonne schien...
Ich lag einsam und nachdenklich unter meiner Bettdecke und fragte mich, wo der kleine Leo blieb. Ich wollte ihm berichten, dass sein Ring beim Pfarrer zur Aufbewahrung lag. Der Knecht hatte ihn aus Angst vor der Rache der Juffer...

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